Themenausstellung im Deutschen Salzmuseum Lüneburg zur Zeit
mit wechselnden Sonderausstellungen; siehe Aktuell
3 Zimmer, Küche, Bad:
Herzlich willkommen in den 50-ern! Machen Sie mit uns eine Zeitreise in die 50er-Jahre - eine Zeit, die gerade erst vorbei und doch schon so lange her ist. Nierentisch, Pettycoat und Rock´n Roll, Adenauer, Erhard und das Wirtschaftswunder, Camping, Isetta und Italien, Flüchtlinge, Ostzone, Spätheimkehrer und Suchkinder - alles Begriffe aus unserer jüngsten Geschichte.
Suchen Sie ihre eigenen Spuren und Erinnerungen, oder lernen Sie die Jugendzeit Ihrer Eltern oder Großeltern kennen! „So schön war die Zeit!“ sang Freddy Quinn im Jahre 1956 beim Grand Prix de la Chanson, aber war sie wirklich so schön? Bilden Sie sich ein eigenes Urteil.
Das Salzmuseum zeigt die Geschichte des alltäglichen Lebens am Beispiel Lüneburg. Besuchen Sie im Ausstellungsgebäude Eselstall unsere 50er-Jahre Wohnung mit eigener Badewanne!! und Fernseher. Was bin ich, fragt hier Robert Lemke und Bill Haley rockt around the clock. Unsere Ladenzeile lädt zum Staunen ein. Sie begegnen Tarzan und Mecki und bewundern die schicke Musiktruhe, das Tefiphon und die neue Tütenlampe. Ruhen Sie sich in unserem Kino aus und weinen Sie mit Hildegard Knef, der Sünderin oder erkennen Sie die Sinnlosigkeit von Kriegen in Die Brücke. Weitere Informationen finden Sie unter Aktuell
Ausstellung vom 13.05.06 bis zum 07.01.07
Die Geschichte des Sole-Baden in Lüneburg ist fast 200 Jahre alt. In einem einfachen Stallgebäude auf dem Salinenhof stellte die Salinen-Direktion 1814 zwei Holzwannen zu Badezwecken auf. Lüneburgs Geburtsstunde als Solebad schlug. Eine wechselvolle Geschichte voller Höhen und Tiefen begann, aus der auch das heutige 100jährige Geburtstagskind, der Lüneburger Kurpark, hervorging. Was zunächst nur als Nebenbetrieb des Lüneburger Salzwerkes gedacht war, blieb als einziger Bereich des ehemaligen Großbetriebes bestehen. Seit 1980 wird die unterirdische Sole in Lüneburg nur noch zu Bade- und Therapiezwecken genutzt. Aus dem primitiven Badehaus von 1814 ist heute ein "moderner Badetempel", eingebettet in einen ausgedehnten Kurpark, geworden.
Mit dieser Ausstellung wolen wir den langen Weg des Lüneburger Sol- und Moorbades von den Anfängen bis heute darstellen. Dabei wird besonders an das alte Badehaus und das Kurhaus von 1907, an die viele Lüneburger noch wehmütig denken, erinnert. Aber auch weniger bekannte Aspekte werden aufgezeigt, z.B. der Kurpark als "Grabeland" in der Nachkriegszeit, der jahrzehntelange Versuch der Stadt Lüneburg, den Beinamen "Bad" führen zu dürfen oder die Geschichte des Tennissports im Kurpark.
Zu der Sonderausstellung ist ein Katalog erschienen:
Lamschus, Hilke:
Lüneburgs Kurschatten: Katalog zur Ausstellung über die Geschichte des Lüneburger Sol- und Moorbades Lüneburg 2006
("De Sulte Nr.17, hrsg. von Christian Lamschus u. Uta Reinhardt) ISBN 3-925 476-16-4 111 Seiten, zahlreiche farb. Abbildungen 10,--Euro
Vom dem 16.04.2004 bis zum 31.03.2005 täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr im Eselstall.
Krankheiten auch in Form großer Seuchen wie Pest, Cholera, Lepra und Syphilis plagten die Menschen schon im Mittelalter . Ihre Geschichte und Behandlung in Lüneburg werden in der Ausstellung aufgezeigt. Wer half den Kranken in Lüneburg? Die mittelalterliche Medizin war eine Buchwissenschaft und suchte Heilmethoden durch das Studieren alter Schriften. Die praktische Anwendung an den Kranken überließ man üblicherweise - nicht immer wirksam- den verschiedensten Heilberufen: den Klosterbrüdern und -schwestern in den Hospitälern, dem Stadtphysicus, dem reisenden Quacksalber, der weisen Frau, dem Bader oder dem Zahnbrecher und anderen mehr, deren Tätigkeiten die Ausstellung aufführt. Es folgt eine Beschreibung der unterschiedlichen Behandlungsmethoden: Aderlass, Pulsmessung, Harnschau und die Zuweisung der Körpersäfte. Als letzte Möglichkeit das Entfernen der kranken Körperteile. Eine Apothekeninszenierung mit einem Teil der frühneuzeitlichen Lüneburger Ratsapotheke führt die Besucher in die Welt der alten Rezepturen ein. Desweiteren werden die Vorläufer der Ärzte vom Barbier bis zum Physicus und explizit die Entwicklung der Augenheilkunde und der Zahnmedizin beschrieben, sowie die Anfänge der Krankenhausgeschichte in Lüneburg.
vom 25. April 2002 bis zum 31.05.2003
Wohltätig ist des Feuers Macht, Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht...
Feuer - Freund und Feind des Menschen: Eine Ausstellung über den kulturellen Einfluss des Feuers, seine Zerstörungskraft in den mittelalterlichen und neuzeitlichen Städten und über die Kunst es zu beherrschen. Am Beispiel zahlreicher Stadtbrände wird deutlich gemacht, welche Bedrohung das Feuer für die Menschen bedeutete. Obwohl auch Helfer und manchmal Retter in der Not war das Feuer ein mythenbeladenes Angstphänomen für die Bürger. Durch Regelungen und harte Strafen u. a. in der "Lüneburger Feuerverordnung" versuchten die Menschen das Feuer zu lenken. Es war ein wichtiges Werkzeug für viele Handwerker und lebensnotwendig zum Beheizen der Siedepfannen auf der Lüneburger Saline: das Feuer brachte Wohlstand, war aber auch eine ständige Bedrohung für die Stadt.
Hoffnung für die Menschen waren und sind die Feuerwehren gewesen, deren Bedeutung sich mit dem Wachstum der Städte verrstärkte. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts zeigte sich am Beispiel des sogenannten "Lüneburger Feuerteufels" welchen Schaden das Feuer auch außerhalb von Kriegszeiten anrichten kann. Die Bedeutung und Nutzung des Feuers wird durch zahlreiche Exponate aus städtischen und privaten Sammlungen vermittelt. Kurze Texte, Großphotos und historisches Bildmaterial, verbunden mit Licht- und Toneffekten bieten den Besuchern ein lehrreiches und „feuriges“ Erlebnis.
vom 13.07.2000 bis Sommer 2001 Anhand zeitgenössischer Dokumente werden Ursache und Wirkung des beweglichen Untergrunds von Lüneburg dargestellt. Neben älteren historischen Abrissbeispielen von Kirchen und Bürgerhäusern liegt der Schwerpunkt der Ausstellung auf der Abrissserie vom Anfang der 50er Jahre bis zum Beginn der 70er Jahre in der westlichen Lüneburger Altstadt. Wann, wo und wie wurde auf die schweren Senkungserscheinungen und ihre Folgen an den Baulichkeiten reagiert? Wie reagierte die Stadt Lüneburg (Abteilung Senk)? und wie reagierten die Bewohner der Altstadt (Interessengemeinschaft der Senkungsgeschädigten)?. Mit der Hilfe eines Stadtmodells werden die Abrisse dokumentiert und durch Inszenierungen von Räumen und Straßenabschnitten können die Besucher die schiefe Welt der Lüneburger erleben. Die umfangreichen technischen Versuche der Stadt zur Rettung von Gebäuden und Baugrund werden genauso gezeigt, wie die "kleinen" Versuche der Bewohner ihre schiefe Welt zu begradigen.
Sonderausstellung vom 20.02 bis 09.03.1999 Eine Ausstellung der Zeitschrift Brigitte, erweitert durch das Deutsche Salzmuseum und die Frauenbeauftragte der Stadt Lüneburg.
"Starke Frauen" aus aller Welt werden auf 65 Porträtfotos gezeigt. Frauen, die sich besonders für andere engagieren oder durch ihre persönlichen Leistungen beeindrucken.
"Starke Frauen" ist eine Fortsetzung der Ausstellung "Aus aller Frauen Länder", die seit 1992 in 239 deutschen Städten präsentiert wurde. Die Porträts zeigen, "wie unterschiedlich weibliche Stärke sein kann". Sie hat nichts mit Prominenz zu tun, sondern mit Kraft, Ausdauer und Beharrlichkeit. Die Ausstellung wurde durch eine Untersuchung (Umfrage und Auswertung) zum Thema "Starke Frauen" erweitert. Die Auswahl der Brigitte Redaktion wurde ergänzt durch Vorschläge und Definitionen von "starken Frauen" durch Bürger/innen aus der Lüneburger Region.
Sonderausstellung im "Eselstall" des Deutschen Salzmuseums vom 4. Juli bis zum 30. November 1998.
Im Zuge der Kultur Tourismus Aktion 1998 Region Lüneburg/Celle "Schätze des Bodens" findet im Deutschen Salzmuseum eine Sonderausstellung zum Thema Salzhandel und Salzproduktion im Hanseraum mit besonderer Konzentration auf die Regionen Lüneburg, Norddeutschland und Niederlande statt. Der Niedergang des Lüneburger Salzwesens und der Aufstieg der Niederlande zur mächtigsten Handelsnation des 17. und 18. Jahrhunderts sind bis heute von keinem Museum ausgestellt worden. Das Deutsche Salzmuseum zeigt erstmals die Geschichte des Meersalzes. Bedeutende Ausstellungsstücke in- und ausländischer Museen sind nun in Lüneburg zu sehen.
Konkurrenz aus dem Meer:
Das Lüneburger Salz bekam seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts Konkurrenz: Meersalz von den Küsten des Atlantiks und des Mittelmeeres. Es wurde dort in riesigen Mengen sehr kostengünstig hergestellt. Es verdrängte das Lüneburger Salz zunehmend aus seinen Absatzgebieten im Ostseeraum.
Auf Kurs von West nach Ost:
Wie bestimmten die Seeleute den Kurs ihrer Schiffe auf fremden Gewässern? Wurde wirklich nach einem "kleinen Buch" gesegelt, wie es in einer Beschwerde heißt? Oder gab es andere zuverlässige Hilfsmittel zur richtigen Kursbestimmung?
"Zout van Zout" - "Salz aus Salz":
Aus dem grauen Meersalz wurde reines Siedesalz. Seit dem 15. Jahrhundert entstanden entlang der Nordseeküste zwischen Flandern und Jütland, teilweise auch an der Ostsee, zahlreiche Anlagen zur Veredelung des verschmutzten Meersalzes aus dem Süden. Durch Aufkochen wurde dieses Salz gereinigt. Es war nun von guter Qualität- eine starke Konkurrenz für das reine Lüneburger Salz.
Das Salz aus dem Moor:
Salz aus Torf wurde seit dem 8. Jahrhundert entlang der gesamten Nordseeküste gewonnen. Der Torf wurde im Moor abgestochen und verbrannt. Seine Torfasche wurde im Meerwasser aufgelöst und gekocht. Zurück blieb graues Salz. Der Handel mit Torfsalz beschränkte sich zwar auf die umliegenden Regionen, die Salzmengen konnten jedoch mit denen der Lüneburger Saline konkurrieren.
Sonderausstellung im Eselstall vom 19.12.97 bis 28.02.98.
Das Deutsche Salzmuseum in Lüneburg bewahrt seit einiger Zeit den größten Teil des Nachlasses von Prof. Arthur Illies auf. Zeichnungen, Grafiken und Tagebücher ermöglichen einen Einblick in sein Werk. Ziel der Ausstellung ist es, der interessierten Öffentlichkeit einen Überblick über Illies´ Schaffen zu geben. Deshalb sind Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers ausgewählt worden. Das Frühwerk des Künstlers ist ebenso vertreten wie seine Lüneburger Rathausbilder und seine späten Lüneburger Aktzeichnungen.
Beeindruckend sind die Experimentierfreude und die Variationsbreite des Künstlers, die insbesondere in seiner Grafik zum Ausdruck kommt. Probleme der malerischen Darstellung des Lichtes, der Farbe, des Raumes und der Bewegung führten dazu, daß Illies ständig versuchte, neue Mittel zu finden, um die Aussagekraft seiner Bilder zu verbessern.
28.04.1997 bis 31.10.1997 in den historischen Räumen des Lüneburger Rathauses.
Am 28. April 1247 verlieh Herzog Otto das Kind der Stadt Lüneburg das Stadtrecht. Diese schriftliche Niederlegung städtischer Privilegien und Rechte ermöglichte den schnellen Aufstieg Lüneburgs zu einer der bedeutendsten Städte Norddeutschlands.
Ohne ihr Salz und ihr Salzwerk hätte die Geschichte der Stadt sicher einen anderen Verlauf genommen. So aber galt bis in unser Jahrhundert der Ausspruch des Lüneburger Bürgermeisters Hinrik Lange: "De Sulte - dat is Luneborch!" Das Salzwerk, das ist Lüneburg.
Jahrhundertelang bedeutete Salz Macht, Reichtum und bürgerliches Selbstbewußtsein. Mit ihrem Geld erwarb die Stadt immer mehr Rechte vom Stadtherrn. 1371 erstürmten die Lüneburger die herzogliche Burg auf dem Kalkberg und warfen den Herzog aus ihrer Stadt. Bis zum Jahre 1639 war Lüneburg eine unabhängige, mächtige Stadt im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Noch heute spiegelt das historische Stadtbild den Bürgerstolz dieser Stadt wieder.
Recht und Verwaltung haben seit 750 Jahren ihren Sitz im Rathaus. Das Lüneburger Rathaus ist einer der baulich größten und kunsthistorisch bedeutendsten Rathauskomplexe in Nordeuropa. Es stand im Mittelpunkt der Ausstellung. Im 750. Jubiläumsjahr des Stadtrechts waren die Lüneburger und die Gäste der Stadt eingeladen, das Rathaus zu besuchen und Neues, Interessantes und Spannendes zu seiner langen Geschichte zu erfahren.
29.05.1996 bis 31.12.1996
Die Lüneburger Stadtarchäologie, das Deutsche Salzmuseum und das Archäologische Institut der Universität Hamburg zeigten: Ton Steine Scherben. Ton - das Material der Töpfer. Ihr Wirken und Schaffen war Thema der Ausstellung. Dabei wurde besonders das "Töpferhaus" (Auf der Altstadt 29) hervorgehoben. Steine - Sie wurden zur Ausmauerung einer Kloake hinter dem "Töpferhaus" gebraucht. Diese Fäkalien- und Müllgrube lieferte die meisten Ausstellungsobjekte. Scherben - allein drei Tonnen Scherben wurden bei der archäologischen Grabung "Auf der Altstadt 29" gefunden. Nach ihrer wissenschaftlichen Auswertung wurden die Ergebnisse der Stadtarchäologie jetzt "benutzergerecht aufbereitet" im Salzmuseum gezeigt.
Zur Ausstellung ist eine umfangreiche Dokumentation erschienen.
03.05.1995 bis 31.10.1995
Die Teilkapitulation der deutschen Truppen am 4. Mai 1945 auf dem Timeloberg bei Wendisch Evern, 5 km von Lüneburg entfernt, beendete de facto alle Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Sie wurde auf deutscher Seite von Generaladmiral Hans Georg von Friedeburg unterzeichnet, für die Briten unterschrieb Feldmarschall Bernard Law Montgomery. 50 Jahre später trafen sich ihre Söhne, Prof. Dr. Ludwig von Friedeburg und David Viscount Montgomery of Alamein, zur Ausstellungseröffnung im Deutschen Salzmuseum und setzten damit ein Zeichen freundschaftlicher Verbundenheit der einstigen Kriegsgegner.
Im Mittelpunkt der Ausstellung über das Kriegsende in Lüneburg stand der Einmarsch der Briten am 18.4.1945, die Teilkapitulation am Timeloberg vom 4.5.1945 und die Kapitulation am 8.5.1945. Basis der Ausstellung war die Befragung von Zeitzeugen, die zusammen mit Schülern und Schülerinnen der Wilhelm-Raabe-Schule in Lüneburg durchgeführt wurde. Diesen subjektiven Aussagen der Betroffenen wurden objektive Daten, Dokumente und Objekte gegenübergestellt. Die vollständigen Interviews und zahlreiche historische Dokumente sind im Katalog der Ausstellung wiedergegeben.
15.11.1994 bis 15.03.1995
Die Sonderausstellung zeigte Bilder des Malers und Grafikers Hugo Friedrich Hartmann (1870 bis 1960) aus Bardowick bei Lüneburg, wobei der Schwerpunkt auf Darstellungen mit Bezug zur Geschichte der Stadt und der Saline lag.
15.04.1994 bis 31.10.1994
Der Lüneburger Kalkberg, ein mit dem Lüneburger Salzstock emporgetragenes Anhydritmassiv, war früher eine wichtige Mineralienfundstätte. Bereits seit dem Mittelalter wurde am Kalkberg Gips abgebaut. Hierbei wurden zahlreiche typische Salz- und Gipsmineralien gefunden. So entdeckte G. Lasius hier 1787 zum weltweit ersten Mal das Mineral Boracit. Typische Boracitkristalle, auch als "Lüneburger Diamanten" bezeichnet, und Gipskristalle vom Kalkberg sowie Salz- und Gipskristalle aus der Lüneburger Saline bildeten den ortsbezogenen Teil der Sonderausstellung, der durch Exponate zur Geschichte des Kalkbergs vom einstigen Burgberg über den Gipsbruch bis zum heutigen Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen- und Tierarten ergänzt wurde.
Mit Hilfe von Schautafeln und einer Computersimulation wurde die Entstehung von Salzlagerstätten mit ihren Mineralien gezeigt. Typische Exemplare solcher Salzmineralien aus aller Welt bildeten im wiederaufgebauten Computerprogramm mittlerweile Bestandteil der Daueraustellung Salzmineralien.
16.12.1992 bis 30.06.1993
Mehr als 100 Ansichten Lüneburgs von der Gegenwart bis zurück in die Zeit um 1450 ermöglichten eine Reise in die Vergangenheit. Reisebeginn war dabei der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt Lüneburg sowie ein stark vergrößertes Luftbild aus der Gegenwart. Über verschiedene Stationen, die jeweils einen bestimmten Zeitraum umfaßten und durch einen Leitspruch charakterisierent wurden, ging es zurück zu den ältesten Ansichten aus dem 15. Jahrhundert, der Blütezeit Lüneburgs unter dem Satz des Bürgermeisters Hinrick Lange: "De Sulte - dat is Luneborch", der die enge Beziehung zwischen dem Schicksal der Saline und der Stadt als Ganzem aufzeigt.
Einige der Exponate wurden in die Dauerausstellung Lüneburg und seine Saline übernommen, so auch die Stadtansicht von Braun / Hogenberg aus dem Jahr 1574, die als Informationsblatt Lüneburg - eine Großstadt um 1600 erhältlich ist.
04.07.1992 bis 16.08.1992, Scunthorpe Museum and Art Gallery, Scunthorpe / GB 29.04.1993 bis 31.05.1993, Museum im Schloß Bad Pyrmont 19.10.1993 bis 14.11.1993, Städtisches Museum Göttingen
Die in der Ausstellung "Salz in Afrika" gezeigten Luftbilder afrikanischer Salinen von Georg Gerstner inspirierten Thomas Meyer zur Capellen zu neuen Seidenmalereien. So wurde die ursprüngliche Ausstellung "... in Salz und Seide" erweitert, wobei wiederum den Seidenmalereien die Vorlagen, also die Fotografien von Gerstner, gegenübergestellt wurden.
Die erweiterte Ausstellung wurde zuerst in Lüneburgs britischer Partnerstadt Scunthorpe gezeigt. Erläuterungstexte und Katalog sind daher, wie der Titel der Ausstellung, zweisprachig.
25.04.1991 bis 30.04.1992
Salz und Fleisch hängen eng miteinander zusammen. Bevor es Kühlschränke gab, war das Einsalzen neben dem Räuchern und Dörren die einzige Möglichkeit, Fleisch über einen längeren Zeitraum haltbar zu machen. Auch heute noch spielt Salz beim Räuchern und bei der Wurstherstellung eine wichtige Rolle. Auch aus diesem Grunde bekam das Deutsche Salzmuseum 1988 alle Innungsunterlagen der Lüneburger Schlachterinnung als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören die Innungslade von 1763, Zunftpokale von 1756, 1906 und 1931, die silberne Amtskette und ein Versammlungshammer von 1931 sowie zahlreiche Fotos, Urkunden und Akten.
Mit der Ausstellung "Schwein gehabt" wurde der Auflage nachgekommen, diese Leihgaben der Öffentlichkeit zu zeigen. Ein mit Originaleinrichtung nachgebauter Schlachterladen der Zeit um die Jahrhundertwende bildete dem Mittelpunkt der Präsentation, die durch Leihgaben aus Privatbesitz und aus dem Deutschen Fleischereimuseum in Böblingen ergänzt wurde.
09.09.1989 bis 31.03.1990
Ausgangspunkt der Ausstellung waren großflächige Fotos afrikanischer Salinen, aufgenommen von Dr. Georg Gerster, Schriftsteller, freier Journalist und vielfach ausgezeichneter Fotograf. Die Bilder zeigten Salzgärten aus der Vogelperspektive, wobei sich faszinierende geometrische Muster und Farben ergeben. Dieser eher künstlerischen Perspektive wurde der rauhe Arbeitsalltag beim Salzabbau und Salzhandel gegenübergestellt.
Der Salzabbau in Taoudeni (Mali), wo mit einfachen Werkzeugen 30 kg schwere Salzbrocken aus der Erde geschlagen werden, und die von dort ausgehenden Salzkarawanen durch die Sahara wurden ebenso nachgestellt, wie die Arbeit in den Salzgärten der Oase Fachi. Zahlreiche Völkerkunde-Museen beteiligten sich mit Leihgaben wie etwa der Einrichtung einer Hütte aus dieser Oase. Mehrere afirkanische Staaten stellten Exponate zur Verfügung.
22.11.1987 bis 19.12.1987
Salz gibt der Seide nach dem Entbasten das ursprünglich Gewicht zurück, Salz wird bei der Seidenmalerei als Gestaltungsmittel eingesetzt. In der Ausstellung "... in Salz und Seide" gab es noch einen weiteren Berührungspunkt: Salzkristalle dienten dem Lüneburger Künstler und Textildesigner Thomas Meyer zur Capellen als Vorlage und Anregung für seine Seidentuch-Bildarbeiten.
In der Ausstellung wurden den Seidenmalereien zum Teil die Vorlagen gegenübergestellt: seltene Kristalle aus den Beständen des Deutschen Salzmuseums, des Mineralogischen Museums der Universität Hamburg und des Kaliforschungsinstituts der Kali und Salz AG, Kassel. Eine weitere Quelle für Meyer zur Capellen waren mikroskopische Kristallaufnahmen, die als Leuchtdias neben den Seidenmalereien gezeigt wurden.